Ein erlebnisreicher Tag in der Schnee-Eifel - Schatzsuche und Sondengehen

Metalldetektor Powerspule CORS Im Frühjahr 96 erhielten wir einen Hinweis auf im 2. Weltkrieg verborgene Messingkartuschen. Leider waren die Ackerflächen, auf denen die Kartuschen vermutet wurden zu diesem Zeitpunkt noch eingesät. An eine Bergung war also nicht zu denken. Anfang Oktober kam endlich das lange ersehnte "OK" vom Landwirt. Der Acker war zur "Säuberung" freigegeben. Am einem Samstag im Oktober fuhren wir also mit 7 Personen in die Schnee-Eifel um die lange ersehnten Messingkartuschen zu bergen. Vor Ort angekommen zeigte sich das Wetter von seiner schlechtesten Seite. Doch dies kann echte Sondengänger nicht schrecken. Als der Regenschauer etwas nachließ, begannen wir mit dem Absuchen der Wiese. Hierzu kam ein White's TM 808 zum Einsatz, da eine frühere Begehung mit normalen White's und Fisher Detektoren ohne Erfolg geblieben war. http://www.altertumsforschung.de/frei/jahrbuch/fund3b1.jpg

Jetzt kann nach Herzenslust gegraben werden. Wieder kommt der Trecker zum Einsatz. Trotzdem ist das Ausgraben ein mühsames Geschäft. Zumal nur einige wenige für den harten Einsatz an der Schaufel geeignet scheinen. Dieter war die Nacht vorher "kurz" durch die Kneipen gezogen und war deshalb für so schwere Arbeiten nur bedingt einsetzbar. Ich selbst hielt mich krampfhaft an meiner Metallsonde fest und hatte daher natürlich keine Hand mehr zum Graben frei. Der Rest der Mannschaft tat allerdings klaglos ihre Pflicht. http://www.altertumsforschung.de/frei/jahrbuch/fund3b3.jpg

Gegen 12 Uhr bekommen wir alle Hunger. Kein Problem, der Landwirt weiß Abhilfe. Er organisiert Bier, Brötchen und Wurst. So läßt es sich leben. Gegen 15 Uhr sind schon 14 Tragebehälter geborgen. Das reicht, um jeden Teilnehmer mit mindestens einem Fundstück zu versorgen . http://www.altertumsforschung.de/frei/jahrbuch/fund3b4.jpg Nun begann die mühsame Arbeit die Tragebehälter vom Schlamm und Dreck zu befreien. Mittlerweile gesellten sich immer mehr Personen aus dem naheliegenden Dorf zu uns. Aus einem der Gespräche erfuhren wir, daß die von uns gesuchten Messingkartuschen auf einem anderen Feld ganz in der Nähe liegen. Leider war hier zur Zeit bereits die Winterfrucht eingesät. Vom Landwirt erhielten wir aber die Genehmigung diese auszugraben sobald die Ernte beendet ist. Bleibt nur noch zu erwähnen, daß das von uns am Anfang der Suche entdeckte Landmaschinenteil einem der Bauern gehörte. Er war sehr froh es nun zurück zu bekommen.

Wau sagt da der kleine Hund, der am Wochenende nicht hinterm Ofen hervorgekommen ist. Da habt ihr ja ein paar schöne Stücke entdeckt und die Option, in absehbarer Zeit wiederkommen und den Nachbaracker umgraben zu dürfen. Dafür drücke ich selbst Euch jetzt schon die Daumen.

Schon nach kurzer Zeit ortete ich selbst ein großes Metallstück. Dieses entpuppte sich jedoch nach kurzer Zeit als Teil einer Landmaschine, über das später noch berichtet wird. Von den Messingkartuschen keine Spur. Nachdem ich selbst fast das gesamte Feld abgesucht hatte, endlich das erste brauchbare Detektorsignal. Norbert fing direkt an zu graben. Doch das Loch wurde immer tiefer, ohne das etwas zu Tage gekommen wäre. Ich erhielt in der Zwischenzeit noch ähnlich Detektorsignale ganz in der Nähe des mittlerweile fast 1 Meter tiefen Kraters. Endlich nach ca. 1,2 Metern erblickten wir ein rostiges rundes Metallstück - eine Bombe? Messing war es jedenfalls auf gar keinen Fall. Nun war die Ratlosigkeit groß. Was ist, wenn es nun wirklich einen Bombe ist? Was machen wir damit? Einfach das Loch wieder verschließen und so tun als wenn nichts geschehen wäre? Was sagen wir dem Landwirt? Wir können ihn doch unmöglich mit einer Bombe auf seinem Acker zurücklassen. Polizei anrufen? Was erzählen wir ihnen? Wir können wohl kaum sagen, daß wir rein zufällig in 1 Meter Tiefe eine Bombe entdeckt haben. Fragen über Fragen und keine Antworten. Und gerade in dem Moment kommt zu allem Überfluß auch noch der Landwirt mit seinem Trecker um die Ecke. Jetzt hilt nur noch die Flucht nach vorne. Wir erzählen ihm von dem vermuteten Bombenfund. Er nimmt die ganze Sache jedoch recht gelassen und will mit der, an dem Trecker angebrachten, Schaufel das Ding erst mal freilegen. Mit gemischten Gefühlen lassen wir ihn gewähren. Nachdem sehr gut 80 cm Boden abgetragen sind, beginnen wir erneut mit dem Freischaufeln des Gegenstands. Noch immer ist nur der Mittelteil einer großen Röhre sichtbar. Norbert macht mit dem Spaten den Klopftest. Das Ding bleibt ruhig - und wir am Leben. Irgendwie klingt es hohl wenn man dagegen schlägt. Das beruhigt uns sehr und allmählich verschwindet auch die vornehme Blässe aus unseren Gesichtern. Endlich sind auch die Enden der Röhre freigelegt. Nun bestätigt sich auch optisch, daß das Ding hohl ist. Es ist ein Tragebehälter für Granaten. http://www.altertumsforschung.de/frei/jahrbuch/fund3b2.jpg









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